Was noch gesagt werden muss

Seit 28. Dezember letzten Jahres bin ich sehr glücklich.
Seit 1. Mai diesen Jahres offiziel.
Das Warten hat sich ausgezahlt und all die Probleme auf dem Weg dahin, all die anderen Menschen waren wichtig.

Das ist der erste Post im Jahr 2011. Und der letzte auf diesem Blog für immer. Er hat mir gute Dienste geleistet, ich schätze ihn sehr. Ich lache viel, wenn ich Einträge von damals lese, ich werde sentimental, melancholisch. Ich mag diesen Blog wirklich. Aber unsere Zeit ist vorbei. Ich weiß, das kommt etwas spät. Aber heute habe ich mich danach gefühlt, diesem Blog die letzte Ehre zu erweisen.

Ich weiß, in diesem Blog sind viele Ms vorgekommen. Viel D, viel S. Und ja, es ist das wohl am wenigsten zu Erwartende passiert. Kein D, kein S macht mich glücklich und auch nicht das so oft erwähnte M, über das ich ich ärgern musste. Ein anders M.

Kurze Bestandaufnahme:

S. war dann mit L. zusammen. Jetzt nicht mehr. S. und ich sehen uns sehr selten, haben kaum noch Kontakt. Es gibt Dinge, dich S. nie verzeihen werde und die haben nicht mit mir zu tun. Wenn wir uns sehen, können wir miteinander reden.
M. ist in der Schweiz. M. und mich verbindet eine eigenartige Freundschaft. Wir können uns gut unterhalten und haben es immer recht lustig. Diese Beziehung hat sich eindeutig zum Guten gewendet.
Und D.? Wir hatten eine sehr schwierige Phase, 3 Monate keinen Kontakt. Das war gut so, aber mir liegt doch etwas daran den Kontakt aufrecht zu erhalten. 4 Jahre sind nicht wenig. Und alles in allem waren es gute 4 Jahre. Die sind es mir wert, dass ich dran bleibe. Immerhin können wir noch miteinander reden und manchmal auch lachen. Rosi will ich eben nicht ganz aufgeben.

Das Jahr 2011 war bis jetzt das beste Jahr das ich hatte. Weil ich es mit einem ganz besonderen Menschen verbringe. 2010 war auch nicht übel. Aber unschlagbar in diesem einen Aspekt. Ich bin wirklich sehr glücklich, habe nichts zu bemängeln und genieße jede Minute. Kaum zu glauben.

Und zwar mit dem, über den ich das einmal geschrieben habe:

Oktober 2008

"und M fragt mich, ob ich nicht Lust hätte ein paar Bälle mit ihm zu eröffnen. [...] Mit M tanzen war aber auch nett. Das ist die andere Möglichkeit. Mit einem guten Freund tanzen, den man schon lange kennt. [...] und dann werd ich Heia gehen und mich soweit es möglich ist freuen, dass M die Sache mit Bälle eröffnen ernst gemeint hat."

"Naja aber es war wieder sehr genial. Und M und ich waren "Sehr gut" laut P. Überhaupt finde ich, dass M und ich gut miteinander können. So, am Parkett. Was mit M und mir abseits des Parkets ist... Ich weiß nicht."

November 2008

"M will ich gar nicht fragen, weil M geht hin um sich zu besaufen und mit dem Ziel etwas mit J anzufangen. Ha-ha. Dieser Mensch sollte sich nach allen missglückten Versuchen endlich mal darüber klar werden, dass man nicht alles haben kann was man(n) will. "

"M ist auch komisch. Ich weiß nicht was ich von M halten soll. M macht den Eindruck als würde er alles nehmen was er kriegen kann. Und sowen brauch ich nicht."

"Und S ist in bestimmten Dingen noch immer interessanter als M (also M war mal interessant und ist es jetzt nicht mehr, insofern ist es nicht schwer, interessanter als M zu sein)."

März 2009

"Mein Leben ist (Gott sei Dank oder leider?) nicht Testedich. Mein Leben ist im Moment geprägt von Ms die ich lieber nicht darin hätte. Ms die sehr offensichtlich zeigen, was ihre Absichten sind, es aber nicht sagen und Ms die es nicht zeigen, aber auf subtile Art und Weise sagen. Ist es nicht schön, das Leben? Vor allem wenn man keine Ms will."

"Mein M Problem war an dem Abend nicht existent. Oder... ja es war da. Aber es war kein Problem. Ich habe gestern so viel getrunken wie schon lange nicht mehr. Und trotzdem sind die Prinzipien stärker gewesen, als der Alkohol. Und der Versuch des Tanzes wurde abgeblockt. Erledigt. Für den Abend oder für immer...?"

Jänner 2010

"Gut. Über Anderes kann ich nicht lachen. Zum Beispiel über M. der mich die ganze Zeit damit nervt, mit mir reden zu wollen. Tja. Blöd. Das wird auch nichts ändern. Männer sind eigentlich schon schwer von Begriff. Und zwar nicht, dass man sagen könnte ein bisserl sondern ein bisserl sehr. "

...

September 2011

Ich liebe M

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Stichtag

Wenn ich mir so überlege, dass ich die letzten 3 Jahre von meiner Familie verarscht, von meinen Freunden ausgelacht wurde, und sich jetzt herausstellt, dass sie recht hatten, weiß ich nicht recht, ob ich lachen oder weinen soll. 
Unnötigerweise habe ich diese Beziehung imer verteidigt, habe mir gesagt, sie wissen es nicht besser, habe beschlossen, darüber hinwegzusehen, dass Menschen, die mir wichtig sind, und auf deren Meinung ich viel gebe, mich in dieser Hinsicht ganz und gar nicht verstehen. Ich habe gelitten, ich habe mir die unnötigsten und blödesten Kommentare angehört, ich habe mich verletzen lassen, von dem, den ich verteidigt habe. 

Zusammengefasst kann man sagen, dass ich dumm war. Dumm und uneinsichtig. Dass ich an etwas geglaubt habe, was nicht da war, dass ich mir eingebildet habe, etwas zu sehen, das andere nicht sehen. Aber diese Einbildung war so real, dass es  mir selbst nicht aufgefallen ist. 

Ich habe mir eingeredet, nicht nur ich halte es am Laufen. Ich habe mir gesagt "Spring über deinen Schatten, sag es tut dir leid, verzeihe". Typisch Frau, habe ich die Schuld bei mir gesucht. Habe immer und immer wieder verziehen, in der Hoffnung, es würde besser werden. In der Hoffnung, es würde sich etwas ändern, ich würde nicht mehr verletzt werden. 

Träume sind Schäume. Nichts davon ist eingetreten. Keine Besserung. Und dennoch, ich habe es immer und immer wieder getan, weiter und weiter. Habe mir gedacht, dass es eines Tages anders sein wird. 

Jetzt, 3 Jahre später... 3 Jahre die ich nicht missen möchte, jetzt, 3 Jahre später stehe ich da und frage mich: Wozu? Ich habe gewartet, dass etwas passiert, habe auf eine Erklärung gehofft, oder auf eine Entschuldigung. Was bekomme ich stattdessen? Anschuldigungen, alles, nur kein Verständnis. Vielleicht hätte ich noch länger warten sollen, aber es wäre wohl nicht anders gelaufen. Man hätte getan, als wäre nichts passiert, hätte darüber hinweggesehen, wie üblich. Ich weiß nicht, was sich geändert hat, aber ich kann es nicht mehr. Schon das letzte mal, wollte ich es nicht mehr. Und dieses Mal... geht es nicht mehr. 

Ehrlichkeit ist ein zweischneidiges Schwert. Sie ist gut, aber sie kann auch unglaublich weh tun. Ich werfe niemandem etwas vor, der mir gesagt hat, ich habe besseres verdient, oder niemand würde mich verstehen. Es war alles andere als angenehm, aber es war ehrlich. Ich habe mich dadurch auch nicht davon abhalten lassen, einfach weiter an etwas zu  glauben, was nicht da war. Im Gegenteil: ich habe mich anschreien lassen, beschuldigen lassen, ich habe den Sündenbock gespielt, den Fußabtreter. Und ich habe es gern getan. Ich habe mich sogar so weit entwickelt, dass ich fast nichts mehr übel genommen habe. 

Und jetzt, heute, 3 Jahre später sitze ich eben hier, heule mir im wahrsten Sinne des Wortes die Augen aus dem Kopf und frage mich, wie ich so dumm sein konnte. Wie ich so verblendet sein konnte, an etwas zu glauben, von dem mir alle gesagt haben, dass es nicht da ist. Ich frage mich, ob es meine Schuld ist. Ich lasse mir die Schuld geben und ein weiteres Mal fühle ich den Schmerz und die bittere Enttäuschung darüber, dass Uneinsichtigkeit und Unverständnis in mancher Leute Augen alles rechtfertigt. Ich werde weggestoßen, hinausgestoßen. Und ich habe keine Ambitionen mehr, wieder hineingelassen zu werden. Ich wünschte nur, ich könnte die 3 Jahre vergessen, all das Schöne und Lustige, das passiert ist, damit es mir nicht so weh tut, wenn mich irgendetwas daran erinnert. 

Ich bereue es nicht. Nein. Ich bereue nur, dass es so endet. Frage mich, ob ich alles getan habe, ob ich nicht zu hart war, ob ich Fehler gemacht habe. Aber nachdem mir in der Seele herumgetrampelt wurde, Messer in der Brust herumgedreht und verbale Ohrfeigen verteilt wurden, will ich nur noch gehen. Ich will weglaufen, mich irgendwo verkriechen und Tage lang mit meinem Elend alleinegelassen werden, mir die Augen aus dam Kopf weinen, nichts essen, niemanden sehen. 
Was mache ich stattdessen? Ich spiele heile Welt. So, wie ich es in den letzten 3 Jahren gelernt habe.

Nur nicht

Das Leben
wäre
vielleicht einfacher
wenn ich Dich
gar nicht getroffen hätte

Weniger Trauer
jedes Mal
wenn wir uns trennen müssen
weniger Angst
vor der nächsten
und übernächsten Trennung

Und auch nicht soviel
von dieser machtlosen Sehnsucht
wenn Du nicht da bist
die nur das Unmögliche will
und das sofort
im nächsten Augenblick
und die dann
weil es nicht sein kann
betroffen ist
und schwer atmet

Das Leben
wäre vielleicht einfacher
wenn ich Dich
nicht getroffen hätte
Es wäre nur nicht

mein Leben

und jetzt geht es mir schlecht.

Heute ist es Zeit für Melancholie...

... und alte Starmania Streams die mich zu alten bedeutungsvollen Songs führen...