Lebens.Tage

Passierschein A38

So. Neuer Lebensabschnitt hat offiziell inoffiziell begonnen. Ab heute darf ich mich als Studentin bezeichnen.
Bleiben mir noch 2 Monate Zeit, das System zu verstehen. Von wegen Punkten, Stundenplanerstellung und Voranmeldungen... Nicht zu vergessen Anmeldefristen.
Gibt es Nachhilfe in Uni-Leben? Damit könnte man so viel Geld machen. Erstes tolles Info-Erlebnis war, dass ich plötzlich 7 Fenster Internetexplorer offen hatte, während ich versucht habe, zu der Seite zu kommen, zu der ich will. Wobei... wollte ich wirklich zu DIESER Seite? Was steht da überhaupt? Blablabla... Brauche ich nicht. Aha. Ein kleiner Link zu einer Seite, wo eventuell etwas stehen könnte, das mich weiterbringen könnte... usw.
Traurigerweise habe ich das ganze erst für Biologie durchgemacht, dasselbe steht mir noch mit Englisch bevor, und nach erstem Anschauen, finde ich die STV Anglistik nicht halb so nett wie die von Biologie. Es ist noch zu früh, um in Panik auszubrechen, weil man keinen Plan hat, oder? ODER?!
Ich werde einfach das 27 Seiten Skriptum für Biologie lesen. Obwohl ich das Gefühl habe, dass ich nachher genauso planlos bin wie vorher. Aber wie gut, dass ich dieses Wochenende gleich auf 2 fertige Biolehrerinnen treffe, von denen sich wenigstens eine mit dem System auskennen wird. Auskennen muss.
Blah.

Mit dem ganzen Blödsinn drumherum hab ich mich noch gar nicht richtig gefreut.

ICH BIN STUDENTIN. Jippiieee :D

Der nächste Schritt ist herauszufinden, wo ich dieses Pickerl für den Ausweise herbekomme, weil Studienbeitrag über Zahlschein eingezahlt, weil durch ständiges Bezahlen mit Kreditkarte Code für Bankomatkarte vergessen. Heute ist wirklich ein guter Tag.

Das hat die Elli wieder gut gemacht

Nachdem ich jetzt 2 Stunden wie eine Verrückte mein Reli Spezialgebiet überarbeitet habe, mein Gehirn übergeht vor lauter Ostern, Weihnachten und den verschiedenen religiösen Gruppierungen des Judentums sitze ich hier und mampfe schlechte Schokolade in mich hinein. Schlechte Schokolade weil zu viel Alkohol. Und ich kann nicht einmal sagen "Ich will keine Schokolade, ich will lieber einen Mann" weil ich im Moment nichts will. Weder Schokolade, noch einen Mann. Warum?
Weil ich im Moment wieder einmal richtig böse auf mich selbst bin. Aber das war wieder einmal recht typisch. Elli, die sich an fast alles erinnert informiert alle Menschen über den Stoff für die Englischvorbereitungsstunde. Mindestens 4 Personen. Das ist schon sehr nett von mir gewesen, noch dazu, wo ich Personen informiert habe, die sich diese Information gar nicht verdient hätten. Nicht von mir. Aber gut. Jedenfalls und worauf ich hinaus will. Ich wusste zwar, welchen Stoff wir vorbereiten müssen, aber lustigerweise nicht WANN denn überhaupt diese Vorbereitungsstunde ist. In meiner ultimativen und unübertrefflichen Klugheit war ich während des fanatischen Schreibens meines Relispezialgebiets der Meinung, dass diese Vorbereitungsstunde erst um 11 Uhr beginnt. Bis ich um 10 Uhr 39, nachdem ich mich damit abgefunden hatte, jetzt in die Schule gehen zu müssen und relativ zufrieden war, mit dem geschafften Stück arbeit, draufgekommen bin, dass die Vorbereitungsstunde eigentlich hätte um 10 Uhr sein müssen, weil wir damals auch zu dieser Zeit regulär Englisch hatten. Nach 5 Minuten Kalendersuchen musste ich feststellen, dass ich damit auch recht hatte.
Und jetzt sitze ich da und esse aus Frustration schlechte Schokolade. Kein Billy Elliot, kein Genderstereotypes, kein Shakespeare, kein Much ado about nothing, keine Animal Farm. Dass es auch ausgerechnet diese Stunde sein muss, die ich durch meine Blödheit verpasse. Alles in allem ist das ein ganz großes
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auch FAIL genannt.

Dem nicht genug vergeude ich gerade wertvolle Zeit, die ich damit verbringen könnte, über das Pessachfest zu schreiben, damit, einen unnötigen Blogeintrag über ein absolut UNNÖTIGES UND VERZICHTBARES Ereignis in meinem Leben zu schreiben, das wahrscheinlich niemanden interessiert. Wahrscheinlich kann man nicht einmal darüber lachen.
Genauso wenig wie über das Wetter zur Zeit. Da war es Samstag einmal schön. Nein. Es war... Montag. Seitdem ich nicht mehr in die Schule gehe (seit neuestem ja nicht einmal zu den Vorbereitungsstunden, wenn auch nicht absichtlich. ha-ha), habe ich kein Gefühl mehr für Wochentage. Dass heute Mittwoch ist, weiß ich auch nur, weil gestern Dienstag war und eigentlich frei, ich aber um 9 Uhr in der Schule war (die eigentlich geschlossen  hatte) um 3 Stunden Bio-Vorbereitung über mich ergehen zu lassen, während sich draußen apokalyptische Regengüsse mit täuschend schönem Sonnenschein abgewechselt haben. Liebes Wetter, lieber Quaxi. Nur eine kleine Information am Rande der derzeitigen Wetterlage:
WIR HABEN MAI. NICHT APRIL.
Und auf schwüle, heiße Tage kann ich gerne verzichten. Ich bin zwar eine Frau, aber auch ich kann darauf verzichten, mich 4 Mal täglich umzuziehen, weil es mir einmal in der Jean zu heiß, dann im Rock zu kalt ist. Oder umgekehrt.
Derzeit schaut es ja wieder einmal sehr verführerisch schön aus, wenn ich nach draußen schaue. Blauer Himmel, ein paar Wolken. Es ist warm, aber nicht zu warm. Es verleitet einen alles dazu, in Jeans und Converse aus dem Haus zu gehen. Aber ich bin dank der letzten Wochen misstrauisch geworden. Mit zunehmender Haarlänge wurde ich auch zu einer Person, die es nicht mag, wenn es ihr auf den Kopf regnet. Wir werden sehen, in wie weit mich das morgen stören wird, nachdem ich beim Frisör war und zum Maturafoto in die Schule muss.
Es ist mittlerweile 11 Uhr 18. In weniger als einer halben Stunde sollte ich mich auf den Weg zur Ubahnstation machen, um Ballkarten für Freitag zu kaufen. Für einen Ball, von dem ich noch  nicht weiß, mit welchem Kleid ich ihn denn eigentlich besuchen will. Und überhaupt muss ich zuerst einmal mein Geld suchen und mein armes von Sorgen uns Grant zerfressenes Gesicht freundlicher machen. So gesehen sollte ich jetzt aufhören zu schreiben, bevor ich dann wieder in unheimlichen Stress komme.
Über das Pessachfest habe ich jetzt natürlich nichts geschrieben. Und auch n icht über... was war es doch gleich? Ethologie? Ja. Auch nichts über Ethologie. Vage erkenne ich mein Problem am Horizont der sich annähernden Wetterfront, die meine streicherblauen Converse durchnässen wird. Vielleicht teile ich mir meine momentan im Überfluss vorhandene Zeit ein bisschen falsch ein. Aber vielleicht nur vielleicht.
11 Uhr 21. Ich muss jetzt wirklich gehen. In diesem Sinne noch einen schönen Tag. Und Abend. Am Abend muss ich schon wieder auf eine Feier gehen. Marchfelderhof. Spargelessen und so. Dabei ist Spargel eines der wenigen Dinge die ich nicht essen kann. Aber die werden ja hoffentlich auch noch anderes anzubieten wissen. Ansonsten bleibe ich eben zu Hause und berichte dann wieder über den (bestimmt auch noch weiter äußerst ereignisreichen) Tag, anstatt über Pessach und Murmeltiere zu schreiben.

Im Bett zu liegen und sich die Sterne anzuschauen, während man Oper hört ist an Tagen wie heute mehr als Balsam für die Seele. Es tut gut. Und es relativiert den ganzen Tag.

Meine Lippen, sie küssen so kalt

Es gibt keine perfekten Tage. Es gab sie einmal. Mittlerweile... gibt es sie nicht mehr. Oder sagen wir so. Es gibt sie wahrscheinlich schon, nur nicht für mich.
Tirol ist abgesehen von der Kälte wie immer ein Wahnsinn. An die Kälte hab ich mich schon fast gewöhnt. Dass einem das Gesicht einfriert und die Lippen eisigkalt werden und in Lilanuancen schimmern ist schon kein problem mehr. Auch an die Helmfrisur und daran, wie meine Haare aussehen, wenn ich sie nicht föhne. Und an die Berge vorm Fenster... als müsste ich mich an die gewöhnen.
Ich denke, mit der Zeit kann man sich an alles gewöhnen. Muss man ja, wohl oder übel. Vielleicht sollte ich anfangen, auch in anderen Belangen so zu denken, wie in Mathe. Einfach damit abfinden, nichts hinterfragen. Vor allem keine Ablaufdaten.
Unter anderem hinterfrage ich auch nicht, warum ich einen für mich doch sehr äußerst ungewöhnlichen Ohrwurm habe. Und das schon den ganzen Tag. Würde ich es hinterfragen, käme ich wohl zu dem Schluss, dass es für dieses Ohrwurm einen Auslöser und einen Grund gab und auch, dass er im Grunde genommen doch sehr passend ist, der Ohrwurm.

Ich weiss es selber nicht,
warum man gleich von Liebe spricht,
wenn man in meiner Nähe ist,
in meine Augen schaut und meine Hände küßt.
Ich weiss es selber nicht,
warum man von dem Zauber spricht.
Denn keine widersteht,
wenn sie mich sieht, wenn sie an mir vorüber geht.
Doch wenn das rote Licht erglüht,
zur mitternächt’gen Stund’
und alle lauschen meinem Lied,
dann wird mir klar der Grund.

Meine Lippen, sie küssen so heiß,
meine Glieder sind schmiegsam und weiss.
In den Sternen, da steht es geschrieben,
du sollst küssen, du sollst lieben.
Meine Füsse, sie schweben dahin,
meine Augen, sie locken und glühn.
Und ich tanz' wie im Rausch, denn ich weiss,
Meine Lippen, sie küssen so heiss.

Und so gesehen kann man es dem Giggeler auch  nicht verübeln, dass er ausgerechnet bei mir Federn gelassen hat ^^

Wie ein guter Tag beginnt

0.00: mit der Taschenlampe im Bett liegen (Lampe ist kaputt, nachdem einmal beim mogentlichen Strecken geschlagen) und P.S.: Ich liebe dich lesen.
0.15: einen Lachkrampf bekommen, weil Denise glaubt, dass der Arm des Babys sein bestes Stück ist
0.50: dazu überwinden, endlich zu schlafen
1.xx - 9.30: eigenartige Träume in denen H und K vorkommen trotzdem irgendwie sehr nett
9.47: aufwachen, beim Fenster rausschaun und zehn Minuten so daliegen ohne was zu denken und zu tun
10.00: aufstehen und Frühstück holen, im Fernsehen making of Ice Age 3 anschaun
11.14: endlich Hercules, aber die Folge war nicht so besonders
11.45:
in Ruhe duschen, zähneputzen etc.
12.15: gemütliches Gewand anziehen, das ich nicht in den Urlaub mitnehmen werde
12.20: sich über Ls SMS freuen, FB, Mails und Blogs checken
12.25:
sich über sich selbst ärgern warum man so lange nicht gebloggt hat
12.27: den Hasen unterm Bett hervorholen
12.35: einen unnötigen Blogeintrag schreiben

vorraussichtliche Fortsetzung:
Essen
Haare Föhnen
Auseinandersetzung mit dem Projekt "Abschlussbuch der 8ten"
Uno Spielen
Nicht in den Garten Hinausfahren
P.S. Ich liebe dich fertig lesen
Die GR-Liste komplettieren
In die Perfektion gehen und sich ärgen, dass man dafür Geld verschwendet
Nach Hause kommen, mit dem Vorhaben schlafen zu gehen
sich an den PC setzen und wieder nicht vor Mitternacht schlafen

Wie schön doch Ferien sind