Ich schreibe so lange, wie der Leser davon überzeugt ist, in den Händen eines erstklassigen Wahnsinnigen zu sein.
Stephen King
 
 

Suicide Holiday new

suicide_methods
Letzte Aenderung: 16.Oktober 1993
Deutsche Uebersetzung: mr_lebensekel@nym.alias.net (5/99)

Ein Ausschnitt:

Hallo Leute, dies ist der beruechtigte alt.suicide.holiday Methoden
Text. Er enthaelt Informationen ueber viele verschiedene Wege sich
selbst das Leben zu nehmen. Einige davon sind ernst gemeint, einige eher
nicht. Hoffentlich siehst du selbst, was wie ernst gemeint ist, aber der
Sicherheit halber versuche ich es entsprechend zu kennzeichnen.

Die frueheren Versionen dieses Textes wurden von Michael Marsden ins
Leben gerufen und gepflegt. Er hat leider keinen Netzzugang mehr. Nach
seinem Weggang hang der Text lange Zeit in der Luft und war schliesslich
in der Obhut von mehreren Leuten, an die ich mich nicht mehr erinnern
kann (wenn du einer derer warst, wuerde ich gerne von dir hoeren). Ich
glaube, bin mir aber nicht sicher, dass Angela Watson (auch als "Psycho
Kitten" gekannt) die letzte "Offizielle" war, die sich um den Text
gekuemmert hat, aber ich habe den Eindruck, dass sie es nicht mehr tut.

Wie auch immer, ich habe kurzerhand eigenmaechtig die Aufsicht ueber den
Text uebernommen. Wenn du dich darueber beschweren willst, meine
email-Adresse ist calle@lysator.liu.se. Ein Reply auf dieses Posting
sollte auch funktionieren.

Bemerkungen ueber den Inhalt des Textes sind im Allgemeinen willkommen.
Sollten aber deine Beitraege in der Art "Du solltest den Leuten nicht
helfen, sich selbst zu toeten, sondern stattdessen ihnen zu einem
besseren Leben verhelfen" sein, verschwendest du nur deine Zeit. Ich bin
dieser Diskussion langsam leid, und ich werde solche generelle
Infragestellungen sehr wahrscheinlich keine Antwort zukommen lassen. Die
simple Meinungsverschiedenheit zwischen mir und denen, die mir mailen,
ich sei ein Monster, scheint der zu sein, dass jene den Tod fuer etwas
Schlechtes an sich halten, waehrend ich das nicht tue.

Was nun folgt ist eine nicht allzu gering bearbeitete Version des
zuletzt von Mike Marsden geschriebenen Textes. Stellen mit "I" sind von
Mike, meine Kommentare sind als solche gekennzeichnet.


==TEIL1== Praeambel

==HINWEISE
Diese Liste ist aus einer Vielzahl an Quellen zusammengestellt,
hauptsaechlich jedoch aus dieser newsgroup (ash). Ich habe nirgends
jemanden namentlich erwaehnt um die Privatsphere zu wahren.

Calle: Ich dagegen fuehre Quellen auf insofern sie mir dazu ihre
Genehmigung ausdruecklich gegeben haben.

Es mag Ungenauigkeiten in vielen Eintraegen geben...sofern du kannst,
pruefe sie nach. Besuche eine Bibliothek und lies etwas zu deiner
Lieblingsmethode; pruefe Dosisangaben in den Beipackzetteln der
Hersteller. Wenn du irgendeine Ungenauigkeit findest, schreib mir
bitte so bald wie moeglich.

==RECHTLICHES
Dieser Text ist lediglich zum Vergnuegen geschrieben und der
tatsaechliche Gebrauch einer der Methoden wird nicht empfohlen ohne
vorheriges Erwaegen anderer Moeglichkeiten (wie zB. natuerlicher Tod
durch Alter). Bitte gib diesen Text nicht an Personen weiter, von
denen du weisst, dass sie akut suizid sind...du koenntest dich
dadurch fuer eine betraechtliche Zeit im Gefaengnis wiederfinden. Ich
weiss ein wenig ueber das britische Gesetz bzgl. Suizidbeihilfe; bei
Interesse frag mich einfach mal. Kurz gesagt ist eine Weitergabe an
unbekannte Personen in Ordnung, aber an dir bekannte Menschen, von
denen du weisst, dass sie akut suizid sind, kann dir bis zu 14 Jahre
Freiheitsstrafe einbringen. Ich sollte auch erwaehnen, dass dieser
Text weltweit verbreitet wird und es betraechtliche Unterschiede in
der Gesetzeslage diesbezueglich gibt.

Calle: In Schweden ist zB. die Veroeffentlichung dieses Textes laut
eines mir bekannten Rechtsanwalts voellig legal. Solange du
nicht physisch jemandem beim Suizid hilfst, bist du auf der
sicheren Seite. Laut dem oben erwaehnten Rechtsanwalt ist die
Suizidmaschine von Dr.Kevorkian in Schweden vermutlich legal.


==BIBLIOGRAPHIE/QUELLEN
[1]"Final Exit: The Practicalities of Self-Deliverance and Assisted
Suicide for the Dying" Derek Humphry (veroeffentlicht durch:
Hemlock)
[2] alt.suicide.holiday newsgroup im "usenet"
[3] alt.med newsgroup im "usenet"
[4]"Poisonous Plants and Fungi: an Illustrated Guide" (Ministry of
Agriculture, Fisheries and Foods) M R Cooper, A W Johnson
[5]"Encyclopedia of Human Biology"
"Let Me Die Before I Wake" Derek Humphry
"Suicide, Mode d'Emploi" Claude Guillon, Yves Le Bonniec
"Zorg jij dak ik niet meer wakker word?" Klazien Sybrandy, Rob Bakker
"How To Die With Dignity" George B Mair, EXIT (Schottisch)
"A Guide To Self-Deliverance" EXIT (Britisch)
"Autodeliverance" Michel L Landa
"Justifiable Euthanasia" Pieter V Admiraal
"First You Cry" Betty Rollin
"Last Wish" Betty Rollin
"Death of a Man" Lael Wertenberger
"Jean's Way" Derek Humphry
"The Savage God: A Study of Suicide" A Alvarez
"Double Exit" Ann Wickett
"Voluntary Euthanasia: A Comprehensive Bibliography" G Johnson(Hemlock)
"The Woman Said Yes" Jessamyn West
"The Bell Jar" Sylvia Plath
"Clinical Toxicology of Commercial Products" Williams & Wilkins Company
"Suicide: The Gamble with Death" Gene & David Lester
"Crisis Intervention in the Community" Richard K McGee
"Wanting to Die" Anne Sexton
"Bitter Fame" (Biogr.ueber) Sylvia Plath; Autor: Anne Stevenson
"Letters Home" (Biogr.ueber) Sylvia Plath; Autor: Aurelia S Plath
"Raven: The Untold Story of the Rev. Jim Jones & his People" Dutton
"Essays in Self-Destruction" (ed) Edwin S Shneidman
"Suicide: A Study in Sociology" Emile Durkheim
"Suicide and Attempted Suicide" Erwin Stengel
"Endangered Hope: Experiences in Psychiatric Aftercare Facilities"
David K Reynolds, Norman L Farberow
"Death Wishes? The Understanding & Managment of Deliberate Self Harm"
H G Morgan
"The Final Months: a Study of the Lives of 134 Persons who Committed
Suicide" Eli Robins
"Suicide: Inside and Out" David K Reynolds, Normal L Farberow
"Attempted Suicide: A Practical Guide to its Nature and Management"
Keith Hawton, Jose Catalan
"The Negative Scream: A Story of Young People Who Took an Overdose"
Sally O'Brien
"Caring for the Suicidal" John Eldrid
"The Samaritans: to help those tempted to suicide or despair" Chad Varah
"Mishima: A Biography" John Nathan
"Self-Mutilation: Theory, Research, and Treatment" Barent W Walsh,
Paul M Rosen
"Defeating Depression: a Guide for Depressed People and Their Familes"
C A H Watts
"Depression: The Way Out of Your Prison" Dorothy Rowe
"The Oxford Book of Death" D J Enright

Diese Buecherliste ist eine erweiterte Version aus [1]. Ich empfehle
[1] sehr, du kannst es ueber den Versand bestellen (Adresse s.u.).

Calle: Hier nicht benutzt, aber empfohlen in der newsgroup:
"The Enigma Of Suicide" von George Howe Colt

==ORGANISATIONEN
The National Hemlock Society [US-Amerika, Pro Euthanasie, viele
PO Box 11830 Publikationen, Gruender ist D.Humphry]
Eugene, OR 97440-3900
USA
(503) 342-5748

Samaritans [Grossbritannien, Suizid-Notfalltelefone
und Verhuetung, Gruender Chad Varah.
Selbstbestimmte Herangehensweise]

Befrienders International [International, Suizidverhuetung,
Schirmorganisation]

The Voluntary Euthanasia Society [Britisch, Pro-Euthanasie]
(frueher British EXIT)

Association pour le Droit de Mourir dans la Dignite
[Frankreich, Pro-Euthanasie]

Deutsche Gesellschaft Fuer Humanes Sterben
[Deutschland, Pro-Euthanasie]

Club of Life [Amerika, Anti-Euthanasie]

==INDEX
Um eine Inhaltsuebersicht zu bekommen, gib unter Unix
'grep == methods >methods_index' ein.

==TEIL2== Methoden: Gifte

==1. Gift
[1] erwaehnt folgende erwaegenswerte Punkte:
*Die meisten Gifte verursachen Brechreiz. Um ihn moeglichst zu
unterbinden, nimm eine oder zwei Antihistamin-Tabletten (Reisekrank-
heit-, Allergie-, Heuschnupfen-Tabletten) ungefaehr eine Stunde
zuvor, am besten auf einen relativ leeren Magen.
*Ist das Gift in Tablettenform, nimm die ersten 20% so wie sie sind,
den Rest zermoersert und aufgeloest/gemischt in hochprozentigem
Alkohol oder Essen. Dadurch setzt die Giftwirkung schlagartig auf
einmal ein.
*Alkohol hilft, dass das Gift sich aufloest. Trink nichts vorher,
sondern spuele die Tabletten mit Vodka oder was aehnlichem runter,
und drink danach weiter solange du noch bei Bewusstsein bist.
*Stuelpe eine weite, luftdichte Plastiktuete ueber deinen Kopf und
binde etwas um deinen Hals, so dass die Sache luftdicht abschliesst.
So machst du aus einer 90% sicheren Methode eine 99%ige...
*Freitag abend ist eine gute Zeit, sofern du allein lebst - niemand
wird dich bis zum Arbeitsbeginn am Montag vermissen. Verschliesse
soweit moeglich alle Tueren. Erzaehle rum, dass du uebers Wochenende
jemanden besuchen wirst und ausser Haus bist. So wird niemand einen
telefonischen Rueckruf von dir erwarten.
*Manche Schmerzmittel ua. sind weniger wirksam wenn du sie
gewoehnlich auch einnimmst (und eine Toleranz dagegen aufgebaut
hast)
*Im Allgemeinen gilt, dass du von medizinischer Hilfe Abstand nehmen
solltest solange du noch im Sterben bist. Es gibt hier aber einige
Ausnahmen (die im Text als solche erwaehnt werden).

1 Kommentar 15.8.10 22:12, kommentieren

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Day by Day

Ich sitze im Büro und starre apathisch vor mich hin. Meine Aufgaben und Aufträge arbeite ich nur sehr mühsam ab. Für eine einfache Email brauch ich über eine Stunde Zeit. Den ganzen Tag sitze ich einfach nur da - und tue nichts - außer mich dafür zu hassen.
Hin und wieder breche ich in Tränen aus. Völlig aus dem nichts. Verzweifelt versuche ich dann, meine Tränen zu Unterdrücken. Ich scheitere.
Meine Kollegen sind besorgt um mich, fragen, was denn los sei. Aber außer einem "Alles ok, danke" bringe ich nicht zustande.
Wenn der Tag sich dem Ende neigt, beginne ich mit meinem "Daily Work", verschicke dann doch noch eine oder zwei Emails und gehe nach Hause.

Dort bekomme ich jedes Mal aufs Neue einen tiefen Schock. Im Flur alles voller Dreck von schmuzigen Schuhen. Der Müll liegt auf dem Boden herum, das Geschirr im Spülbecken ist schimmlig und es stinkt. Überall liegt zeug. Fettspritzer an der Wand und auf dem Herd, verschmutzte Wäsche auf dem Bett, unter dem Bett und im ganzen Zimmer verteilt. Unterlagen, Post und Abfall auf ein und dem selben Stapel.
Ich hasse es. Ich bin ein ordnungsliebender Mensch. Wenigstens nach außen soll es doch gut aussehen...?!
Ich schaffe es nicht, von der Haustüre zum Bett zu kommen, ohne zu stolpern.
Der Kühlschrank ist leer und außer ein paar Flaschen Wein und einem Schnaps habe ich auch nichts zu trinken da. Essen tue ich höchstens morgen ein Weckle vom Bäcker. Aber immer seltener kommt das vor.
Verzweifelt falle ich ins Bett. Die heutige Post werfe ich einfach ins Zimmer. Die Klamotten auf dem Bett fliegen hinterher.
Ich breche wieder in Tränen aus. Sicherlich nicht das erste mal heute - und auch nicht das letzte.
Tiefe schluchzer und seufzer - hin und wieder abgelöst von Phasen, in denen ich nach Luft ringe. Es zerreißt mich innerlich. Es tut überall weh. Unbegreiflich. Ich durchsuche meinen Medikamentenschrank. Aber ich habe keine Schlaftabletten und auch nichts andres, was gefährlich scheint.
Ich male mir meinen Tod aus. In meiner Vorstellung ist er schnell, schmerzlos... vorallem aber friedlich und wunderschön. Der Gedanke beruhigt mich. Meine Tränen versiegen langsam und ich putze mir die Nase. Ich denke an Aya. Meine große Liebe. Sie hat es getan - sich das Leben genommen. Ich weiß, jetzt geht es ihr besser. Ich komme nicht umhin, sie um Hilfe zu bitten. Ich sehe ihr lachendes Gesicht vor mir und dann ihr totes.
Ich öffne die Augen, sehe die Realität vor mir. Schmerzfrei und friedlich? Wunschdenken...Blödsinn!
Ich will das Gefühl in mir halten, klammere mich an dem Bild meines toten Körpers fest - doch das Gefühl der Hoffnungslosigkeit, der Trauer und des Schmerzes überrollen mich gnadenlos.

Ich suche nach einem Messer, schneide mir in den Arm. Einmal Zweimal. Ich verliere mich darin. Mein Körper funktioniert nur noch. Alle meine Sinne sind auf den Schmerz gerichtet - Zerstörung, Wut und den Hass. Hass auf den Job, das drumherum, die Menschheit und die Sozialstrukturen. Hass darauf, dass ich noch Leben und vorallem Hass auf mich selbst.
Ich möchte laut Schreien - der Druck wird immer größer.
...

Langsam stehe ich auf, nehme eine Flasche Schnaps aus dem Kühlschrank und schenke randvoll ein. Ich trinke den ersten Schluck ab und fülle ein Anti-Rheumatikum dazu. Ich trinke das ganze Glas leer. Und dann die Flasche. Ich stolpere wieder - falle auf den Boden. Zwischen Müll und Klamotten bleibe ich liegen. Alles dreht sich. Ich weine wieder. Doch vor Erschöpfung schlafe ich langsam ein. Mein letzter Gedanke - ein Flehen: "Lass es keinen Morgen mehr geben, bitte!"
Doch unweigerlich kommt er. Mein Wecker klingelt. Einmal, zweimal... über eine Stunde liege ich halbwach hier auf dem Boden und bete noch immer, es möge ein Traum sein. Irgendwann stehe ich auf. Ich ziehe an, was ich gerade in die Finger bekomme und laufe zum Büro.
Noch unterwegs beginne ich wieder zu beten: "Lass es bitte nicht abend werden." Ich hasse den Job. Ich habe Angst davor. Früher hat es mir doch Spaß gemacht. Jetzt ist alles anders.
Langsam kommt der schlechte Geschmack des Alkohols wieder hoch. Habe ich tatsächlich getrunken? Noch vor einem halben Jahr habe ich mir geschworen, nie - wirklich NIEMALS aus Frust, Leid oder Schmerz zu trinken. Zuviele in der Familie tun es... Ich jetzt auch.
Ich esse die ganze Packung Kaugummis. Hoffe, es merkt niemand im Büro.
Und so sitze ich vor dem PC, starre apathisch vor mich hin und warte, wie langsam die Stunden verstreichen und die Hölle von vorne beginnt.

3.8.10 16:18, kommentieren

Der Schrei

Ein Schrei gellt
hinaus in die Welt:
Sei bei mir, bitte, sei bei mir.
Einsam erschallt
das Echo, verhallt.
Niemand, niemand hält zu Dir.

14.8.06 18:07, kommentieren