Ich schreibe so lange, wie der Leser davon überzeugt ist, in den Händen eines erstklassigen Wahnsinnigen zu sein.
Stephen King
 
 
Märchen von der Traurigkeit
(Quelle: www.zeitzuleben.de)
Es war einmal eine kleine Frau, die einen staubigen Feldweg entlanglief. Sie war offenbar schon sehr alt, doch ihr Gang war leicht und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens. Bei einer zusammengekauerten Gestalt, die am Wegesrand saß, blieb sie stehen und sah hinunter. Das Wesen, das da im Staub des Weges saß, schien fast körperlos. Es erinnerte an eine graue Decke mit menschlichen Konturen.

Die kleine Frau beugte sich zu der Gestalt hinunter und fragte: "Wer bist du?"
Zwei fast leblose Augen blickten müde auf. "Ich? Ich bin die Traurigkeit", flüsterte die Stimme stockend und so leise, dass sie kaum zu hören war.
"Ach die Traurigkeit!" rief die kleine Frau erfreut aus, als würde sie eine alte Bekannte begrüßen.
"Du kennst mich?" fragte die Traurigkeit misstrauisch.
"Natürlich kenne ich dich! Immer wieder einmal hast du mich ein Stück des Weges begleitet."
"Ja aber...", argwöhnte die Traurigkeit, "warum flüchtest du dann nicht vor mir? Hast du denn keine Angst?"
"Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weißt doch selbst nur zu gut, dass du jeden Flüchtigen einholst. Aber, was ich dich fragen will: Warum siehst du so mutlos aus?"
"Ich..., ich bin traurig", sagte die graue Gestalt.
Die kleine, alte Frau setzte sich zu ihr. "Traurig bist du also", sagte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf. "Erzähl mir doch, was dich so bedrückt."

Die Traurigkeit seufzte tief. "Ach, weißt du", begann sie zögernd und auch verwundert darüber, dass ihr tatsächlich jemand zuhören wollte, "es ist so, dass mich einfach niemand mag. Es ist nun mal meine Bestimmung, unter die Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen. Aber wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten sich vor mir und meiden mich wie die Pest."
Die Traurigkeit schluckte schwer. "Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich bannen wollen. Sie sagen: 'Papperlapapp, das Leben ist heiter.' und ihr falsches Lachen führt zu Magenkrämpfen und Atemnot. Sie sagen: 'Gelobt sei, was hart macht.' und dann bekommen sie Herzschmerzen. Sie sagen: 'Man muss sich nur zusammenreißen.' und sie spüren das Reißen in den Schultern und im Rücken. Sie sagen: 'Nur Schwächlinge weinen.' und die aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe. Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie mich nicht fühlen müssen."

"Oh ja", bestätigte die alte Frau, "solche Menschen sind mir auch schon oft begegnet..."

Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen. "Und dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen, ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen. Wer traurig ist hat eine besonders dünne Haut. Manches Leid bricht wieder auf wie eine schlecht verheilte Wunde und das tut sehr weh. Aber nur, wer die Trauer zulässt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden wirklich heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich ihnen dabei helfe. Stattdessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu." Die Traurigkeit schwieg. Ihr Weinen war erst schwach, dann stärker und schließlich ganz verzweifelt.

Die kleine, alte Frau nahm die zusammengesunkene Gestalt tröstend in ihre Arme. Wie weich und sanft sie sich anfühlt, dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel. "Weine nur, Traurigkeit", flüsterte sie liebevoll, "ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst von nun an nicht mehr alleine wandern. Ich werde dich begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr Macht gewinnt."

Die Traurigkeit hörte auf zu weinen. Sie richtete sich auf und betrachtete erstaunt ihre neue Gefährtin:
"Aber..., aber - wer bist eigentlich du?"

"Ich?" sagte die kleine, alte Frau schmunzelnd. "Ich bin die Hoffnung."

Verfasser unbekannt, eingesandt
von einem Zeit zu lesen-Leser
leicht umgeschrieben





Hey, Here’s a little story – maybe listening is a waste of time but you have to try it out!!!


I once knew a girl – to describe her is nearly impossible – but I wanna tell ya her story:

She was like a feather in the wind, no one knew from where she come, or what she does.

But we all knew she was especially ... She ever lived alone, it’s elusory but she felt well alone, in a special way she loved the loneliness.

As she became older she stayed alone, that’s how she enjoyed the sunrise and the full-moon-nights.
Alone she lied down in the Gras and dreamed about a new world.

In course of time she lived more and more isolated. She forgot what she lived for . She wasn’t sure weather she actually exists. And she had never made friend with someone or fell in love...
Well, it’s her heart – so she never would give it away. She would never be with someone.
Many guys fell in love and many guys where lost - but she never did! She never had a feeling like love or happiness.


I was sure she would die in loneliness without ever have been loving someone,

I saw her sometimes at the sea.
One day she stood there and her hair blew in the wind. There were no sound, but the waves.
I watched her! And I did dream with her – she shared her feelings with me, she showed me her way to feel something, I took a look at her crimson tears, a saw her scars one for every lonely day!

One day a stranger came… He kissed the tears from her blind eyes…..He prayed her stay with him, his hands were cold and pale …. He leaded her in the deep ocean …. Down to his world….

“ Oh Mum, Please Mum, Don’t you cry….. In your world I was surrounded by darkness .....
Now the eternity candle shines – the candle shines a deathless light!!!”


Mit jedem Schritt, der mich näher an diese grün gestrichene Türe bringt, steigt das Gefühl, ich sollte nicht hier sein. Die Menschenverlassene Straße scheint das Unbehagen zu bestätigen. Nur eine orange leuchtende Straßenlampe erhellt die Gegend hier ein wenig, und stellt die Friedhofsmauern in ihr fahles Licht.
An eben dieser grüngestrichenen Holztüre bleibe ich stehen. Das Haus, dass zu dieser Türe gehört, hat eine schon fast beängstigende Wirkung. Es ist alt – sehr alt, und es birgt viele Geheimnisse.
Ich spüre keine Angst, eher Trauer – ein hauch von schlechten Erinnerungen – schlechte Erwartungen.

Ich Atme noch einmal kräftig durch, öffne dann entschlossen die Türe. Sie ist nie Abgeschlossen.

Ein unheilbringendes knarren durchbricht die Stille, als sich die Türe langsam öffnet. Der Flur beherberg eher Staub, Spinnen und Sägmehl, als Fußabtreter Schuhschrank oder Garderobe. Man kann das Morsche Holz riechen, den Dreck und den Staub spüren.
Rechts führt ein kleiner Bogen in einen weiteren Flur. Von ihm aus kommt man links in eine Wohnung.

Vorsichtig und bedacht setzte ich einen Schritt vor den anderen. Licht mache ich keines an. Das ist eine Angewohnheit von früher. Eine von vielen kleinen Macken.
Von diesem zweiten Flur her höre ich Stimmen. Der Fernseher!

Ich laufe durch den Bogen und werfe einen Blick in die kleine Wohnung. Eine alte, heruntergekommene Frau sitzt auf einem Sessel und starrt auf den Fernseher. Es läuft irgendeine Nahrichtensendung.

Die Frau trägt eine Weinrote Strickjacke. Sägmehl und Dreck hängen daran. Ihre Filsschuhe sehen aus, als hätte sie seit zwanzig Jahren nie andere getragen. Und dass könnte sogar stimmen!

Hinter dem Sessel, auf der anderen Seite des Zimmers ist ein Kachelofen. Er scheint voll beheizt. Was ich nicht sehe, ist die Türe hinter dem Ofen. Aber ich kenne sie. Sie führt in ein Schlafzimmer, zu einem Bett, dass die letzten paar Jahre nie mehr benutzt wurde.
Unbemerkt gehe ich den Flur weiter. Rechts hinunter führt eine Treppe in den Hinterhof. Ich starre hinaus.

Direkt gegenüber ist eine Art Stall, oder Holzbaracke, oder wie man es auch immer nennen möchte.

Ich versuche leise zu sein. Ich gehe quer über den Hof und öffne die Türe zu diesem kleinen Holzhüttchen.

Leise krieche ich hinein. Auf dem Boden liegt eine Matratze, eine Fliesdecke und ein altes, vermodertes Kissen. Auf einem kleinen Podest noch einmal die gleiche Ausstattung. Das gehört meiner Schwester.

Sie friert, zittert am ganzen Körper. Sie hat sich eine Erkältung geholt. Ich lege ihr meine Decke über. Ich selbst lege mir das Kissen über meine Füße. Wenigstens die müssen warm sein!

Frierend schlafe ich ein.